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Neues vom Massentierhaltungs-Wahnsinn 2016

 

Kreiszeitung vom 18. 11. 2016

Mit dem Geflügelpest-Virus infizierte Wasserwildvögel müssen wieder einmal herhalten, um bei der aktuellen Geflügelpest von den gesundheitlichen Gefahren für Mensch und Tier durch die industrielle Massentierhaltung abzulenken.

Untersuchungen wiesen jedoch nach, dass sich in Wildvogelbeständen hochpathogene Viren nicht lange halten können. Das Virus wird stattdessen immer wieder neu aus der Geflügelhaltung in die Wildvogelpopulation eingetragen. Dazu müssten die Waren- und Materialströme der infizierten Betriebe untersucht werden, ebenso die Küken und Bruteier, die einen weitaus besseren Zugang zu Mastbetrieben haben als Wildvögel. Der NABU Niedersachsen fordert, Wildvögel vor Ansteckungen durch die Geflügelwirtschaft zu schützen. Daher sind strikte Sicherheitsmaßnahmen für alle industriellen Nutzgeflügelbetriebe umzusetzen.

Entsprechende Betriebe dürfen in Zukunft nicht mehr in Gebieten mit großen Vorkommen von Wasservögeln genehmigt werden.

Mehr Informationen: www.NABU.de/vogelgrippe

 

WISO vom 14. 11. 2016 - Antibiotika-Resistenzen durch Tiermast

Immer öfter funktionieren Antibiotika bei Menschen nicht mehr. Schuld daran sind die Haltungsbedingungen der Nutztiere. Ohne Medikamente würden viele nicht bis zum Schlachtdatum überleben.

 

 

Weser-Kurier vom 08. 11. 2016

Statement Agrarminister Christian Meyer zum EU-Klageverfahren gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtlinie:

„Die Klage der EU-Kommission gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die Nitratrichtlinie ist die Quittung für jahrelanges Nichtstun. Denn Tatsache ist: In vielen Regionen bundesweit ist zu viel Nitrat im Grundwasser. Aber Wasser vergisst nicht, wir dürfen den kommenden Generationen nicht eine so schwere Umwelt-Hypothek mit derart belasteten Böden hinterlassen. Seit drei Jahren verschleppt Bundesagrarminister Christian Schmidt mit seinem Zaudern und Zögern trotz intensiven Drängens der Länder die Überarbeitung der Düngegesetzgebung in Deutschland. Die Vorschläge der Länder für eine notwendige Reform zum Schutz des Grundwassers und zur Vermeidung von hohen Geldstrafen durch die EU liegen seit langem auf dem Tisch. Doch Herr Schmidt weigert sich weiter stur, eine ausreichende Hoftorbilanz, eine Datentransparenz bei der Kontrolle und effektive Maßnahmen gegen Überdüngung auf den Weg zu bringen. Die Klage der EU kommt einer Ohrfeige für den Bundesminister gleich. Seine Passivität im Kampf gegen die Gülleflut zu Lasten der Umwelt hat zu diesem Desaster geführt.“

Fragen vom Bündnis MUT:

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei der Eröffnung der "Woche der Umwelt" gesagt: "Marktwirtschaftliche, wachstumsfreundliche Umweltpolitik heißt für mich, dass Kosten für Umweltbelastungen und Umweltrisiken den Verursachern in Rechnung gestellt werden und nicht dem Steuerzahler". Es könne nicht sein, dass solche Kosten der Generation der Enkelkinder ausgebürdet werden. "Eine solche Haltung wäre schlicht verantwortungslos".

Wie will der CSU-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt es organisieren, dass die Strafzahlungen und die Kosten für die Behebung der Schäden nicht vom Steuerzahler bezahlt werden, sondern nach dem Verursacherprinzip den Verursachern in Rechnung gestellt werden?

Hat Minister Schmidt nicht per Amtseid geschworen, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden? Oder bezog sich sein Schwur nur auf die wirtschaftlichen Schäden der Agrarindustrie? 

"Hinter der sichtbaren Regierung sitzt auf dem Thron eine unsichtbare Regierung, die dem Volk keine Treue schuldet und keine Verantwortlichkeit anerkennt. 

Diese unsichtbare Regierung zu vernichten, den gottlosen Bund zwischen korruptem Geschäft und korrupter Politik zu lösen, das ist die Aufgabe des Staatsmannes.“

(Theodore Roosevelt, Wahlkampfrede 1912)

 

06. 10. 2016 - Prälat Kossen verlässt Vechta. Man muss nur eins und eins zusammenzählen, um den wahren Grund zu erkennen. Prälat Kossen greift die Fleischindustrie und den Missbrauch der Werkverträge mit scharfen Tönen an. Dazu gehören richtigerweise die Begriffe „Ausbeutung“ und „moderne Sklaverei“. Die Mafia-Strukturen der Tierhaltungs- und Fleischindustrie nehmen auch Teile der Politik und der Kirche mit. Der rote Faden dabei ist immer „Geld“.

Georg Janssen, Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ sagte auf einer Veranstaltung: „Es ist bezeichnend, dass zu den drei Branchen, in denen sich heute das meiste Geld verdienen lässt, neben Waffen und Drogen über die Subventionszahlungen auch Lebensmittel zählen“.

Die ZEITonline berichtet am 21. 06. 2012: „…Regierung sieht schwere Missstände auf Schlachthöfen..“. Da denkt man, das Problem ist erkannt. Jetzt wird etwas geändert. Aber es passiert nichts.

Die WAZ schreibt am 24. 06. 2013: „…Bandidos-Bosse sollen in der Fleischindustrie mitmischen…“. Die Motorrad-Gang ist sonst eher im Rotlichtmilieu angesiedelt.

Ein Ausschnitt aus einem Interview mit der G.I.B. verdeutlicht die Situation:

G.I.B.: Machen Sie sich mit solchen Feststellungen nicht auch Feinde über die großen Fleischkonzerne hinaus?

Monsignore Peter Kossen: Ja, das ist so. Und wenn ich höre, um welche irren Summen es da geht, dann kann ich mir auch vorstellen warum. Dass sich bestimmte Leute da angesprochen fühlen, ist klar. Bis in den Mittelstand hinein wird versucht, Druck zu machen. Diese Leute sagen: Was bildet der sich ein? Warum mischt sich die Kirche überhaupt da ein? Bleiben Sie bei Ihrer Kernkompetenz.

Wenn Sie überlegen, dass von zwölf Euro nur 3,50 Euro bei den Beschäftigten ankommen und dazu noch berücksichtigen, dass die Leute in der Regel mehr als acht Stunden am Tag arbeiten, ohne Urlaub, und das mal für 1.000 Leiharbeiter hochrechnen, dann kommen schon Millionenbeträge zusammen.

G.I.B.: Sind Sie persönlich schon mal bedroht worden?

Monsignore Peter Kossen: Vor anderthalb Jahren hat jemand morgens ein abgezogenes Kaninchen vor meine Tür gelegt. Das war schon recht deutlich, sagten mir die Polizei und Andere, die sich damit auskennen, ein Drohszenario nach Mafia-Methode.

Die Bild-Zeitung schreibt am 05. 10. 2016: „…Wie das Offizialat Vechta am Mittwoch mitteilte, geht Kossen auf eigenen Wunsch. Bekannt ist aber auch, dass er sich mit seiner mutigen Kritik in der Industrie und auch innerkirchlich nicht nur Freunde machte. ..“. 

 

aponet vom 30. 09. 2016

Fleisch, Zucker und Milchprodukte begünstigen Alzheimer

Weltweit ist die Alzheimer-Krankheit auf dem Vormarsch. Einer der größten Risikofaktoren für diese Erkrankung scheint die Ernährung zu sein – speziell die westliche. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus den USA, die aktuell im Fachblatt Journal of the American College of Nutrition veröffentlicht wurde.

 

NOZ vom 29. 09. 2016

Mindestens 2500 Tiere starben bei dem Unfall. Die Polizei musste für die Bergung ab circa 10 Uhr eine Vollsperrung in Richtung Niederlande einrichten. Der Lkw war mit rund 7000 Tieren beladen. Etwa 2500 Hühner verendeten direkt am Unfallort. Ein Mitarbeiter des Veterinäramtes befindet sich an der Unfallstelle, sagte ein Polizeisprecher. Einige Tiere mussten noch eingefangen werden.

 

Wurde die Reduzierung der tatsächlichen Antibiotika-Abgabe in der Tiermast bewusst geschönt?

Ärzte gegen Massentierhaltung am 29. 09. 2016 - Es bleiben Zweifel an der Verläßlichkeit der Daten des BVL!

Noch am 10. 08. 2016 berichtete der Weser-Kurier: Weniger Antibiotika im Stall.

"... Die gute Nachricht zuerst. Die Abgabemenge von Antibiotika in der Tiermedizin hat sich von 2011 bis 2015 auf 837 Tonnen bundesweit halbiert. Die schlechte Nachricht gleich hinterher: Im gleichen Zeitraum ist der Verbrauch von sogenannten Reserveantibiotika, die eigentlich der ­Humanmedizin vorbehalten sind, in der Nutztierhaltung deutlich gestiegen, um bis zu 82 Prozent. Das geht aus der jüngsten Veröffentlichung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zum Antibiotika-Verbrauch hervor.

Wegen zunehmender Resistenzen ist die Pharma-Industrie seit 2011 verpflichtet zu melden, wie viele Antibiotika an ­Veterinäre verkauft wurden. Nach wie vor werden die meisten Antibiotika für Tiere im Emsland sowie in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta eingesetzt. Im sogenannten Schweinedreieck befinden sich besonders viele Mastställe...."

 

NDR Panorama vom 22. 09. 2016

Massive Tierschutzverletzungen bei führenden Bauernfunktionären

Hamburg (ots) - In Ställen von führenden Funktionären deutscher Landwirtschaftsverbände ist es offenbar zu massiven Tierschutzverletzungen gekommen. Dieser Verdacht gründet sich auf Aufnahmen, die Aktivisten der Organisation "Animal Rights Watch" (ARIWA) im vergangenen Jahr erstellten und die NDR und Süddeutsche Zeitung überprüft haben. Nach Beurteilung von Tierschutz-Experten zeigen einige der Bilder eindeutige Gesetzesverstöße. Die Verantwortlichen müssten angezeigt werden, sagt etwa der Veterinärwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Matthias Gauly von der Universität Bozen. Er ist Mitglied im Agrarbeirat der Bundesregierung.

 

Rumänische Werkvertragsarbeiter legen Hand an die Schweineteile, die auf dem Zerlegeband durch die Halle fahren. (Oliver Krato/Vion)

Weser-Kurier vom 18. 09. 2016

„Die Ausnahme ist zur Regel geworden.
Leiharbeit wird aus Profitgier missbraucht.“

Ludger Heuer, Sprecher des bischöflichen Offizialats in Vechta

 

Die industrielle Massentierhaltung forciert Güllehavarien!

06. 09. 2016 - PM Destatis

Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden 1814 Unfälle im Jahr 2015 mit wassergefährdeten Stoffen gezählt.

Neben der ohnehin bestehenden überhöhten Nährstoffbelastung unserer Gewässer durch die übliche Praxis der Agrarindustrie kommen so noch die zusätzlichen Belastungen (609.000 Liter in 2015) aufgrund sogenannter Güllehavarien hinzu. Das verschärft die Gewässerbelastung vor Ort zusätzlich.

60 Prozent der Unfälle wären vermeidbar gewesen, da hier Verschleiß, Materialmängel, Versagen von Schutzeinrichtungen der Anlagen oder menschliches Versagen die Ursache waren. Es kann nicht sein, dass Betriebe Kosten einsparen und so Unfälle zu Lasten der Umwelt billigend in Kauf genommen werden.

 

Kreiszeitung vom 01. 09. 2016

 

Kontraste vom 25. 08. 2016

Schweinehochhaus - Amtlich verordnete Tierquälerei?

Anmoderation: Eine Zuchtsau in der Massentierhaltung: Haben Sie eine Vorstellung, wie viele Ferkel so eine Sau pro Jahr in unseren Tierfabriken zur Welt bringt? Es sind - 40 bis 45! (Anm. der Redaktion: Zahl wurde am 29.08.16 korrigiert.) Fernab in ländlichen Gebieten wird künstlich besamt, gemästet und geschlachtet, was der Markt verlangt. Der Konsum, er boomt, es geht nicht mehr um Tiere, sondern nur noch um die Ware Fleisch. Tierschutzgesetze, sie stören meist. Axel Svehla und Diana Kulozik zeigen Ihnen, wie es die Politik den Schweinemästern leicht macht, solche Gesetze zu umgehen.- Scheinbar ganz legal.

 

 

Kreiszeitung vom 25. 08. 2016

 

27. 07. 2016 - Deutsches Tierschutzbüro bringt Tierquäler vor Gericht

 

 

Tagesspiegel vom 06. 06. 2016

Fleischfabrik Deutschland

"Dafür, dass die Landwirtschaft weniger als einen Prozentpunkt an der deutschen Wirtschaftsleistung ausmacht und weniger als 1,5 Prozent der Arbeitsplätze stellt, ist das Maß der ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Probleme, die die Branche anrichtet, deutlich überproportional".

Anton Hofreiter - Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag

 

NWZ vom 19. 04. 2016

Wie sicher ist die Fleischkontrolle? Gefährdung des Verbraucherschutzes?

 

Kreiszeitung vom 01. 04. 2016

  

NWZ vom 31. 03. 2016

Telefoninterview mit Dr. Focke

NDR vom 16. 03. 2016 - Wiesenhof darf jetzt täglich 430.000 Tiere schlachten

Offensichtlich wurde nach dem Wiesenhof-Schlachthof in Wietzen nun auch die Erweiterung des Standorts in Lohne genehmigt! Damit steigt in Lohne die Schlachtzahl um 112.000 Hähnchen täglich auf 430.000!! Ausgehend von einem  6-Tage Betrieb können somit bald allein in Lohne zusätzlich 642000 Hähnchen pro Woche und rund 33 Millionen Hähnchen pro Jahr! zusätzlich geschlachtet werden!

Für die Mast von 33 Millionen Hähnchen jährlich werden etwa  52 Ställe a 84000 Plätzen benötigt!

Damit dürfte klar sein, dass der Stallboom noch nicht zu Ende ist. In einigen Gemeinden im Landkreis Oldenburg laufen derzeit Bauleitplanungen, die angeblich den Stallbau einschränken sollen- In Wahrheit dienen Sie allein der Ermöglichung gewerblicher Ställe, die nicht an Futterflächen gebunden und somit auch frei handelbar sind!

Sollten diese Pläne beschlossen und umgesetzt werden, wird der Stallboom weitergehen mit allen negativen Begleiterscheinungen!

 

Kreiszeitung vom 19. 03. 2016

 

Kreiszeitung vom 01. 03. 2016

 

Weser-Kurier vom 15. 02. 2016

 

Spiegel vom 13. 02. 2016

 

   

Kreiszeitung vom 11. 02. 2016

 

HAZ vom 13. 02. 2016

   

Kreiszeitung vom 10. 02. 2016

 

Kreiszeitung vom 10. 02. 2016

 

Die berühmte Ethik-Rede zum Fleischkonsum

 

Weser Kurier vom 28. 01. 2016

   

Kreiszeitung vom 14. 01. 2016

Nährstoffbericht vom 13. 01. 2016

 

Weser-Kurier vom 14. 01. 2016 - Megaställe verdrängen kleine Höfe

 

Der Fleischatlas 2016 wurde am 13. 01. 2016 in Berlin vorgestellt

In Deutschland konzentriert sich die Produktion von Fleisch auf immer weniger Betriebe, während sich zugleich das Höfesterben ungebremst fortsetzt. Das ist eine der Kernaussagen des "Fleischatlas Deutschland Regional 2016", den der BUND gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht hat. Der "Fleischatlas" enthält erstmals Daten, Fakten und Grafiken zu Fleisch­produktion und -konsum in den 16 Bundesländern im Vergleich.

Die erhobenen Zahlen sind dabei alarmierend: In den vergangenen 15 Jahren mussten bis zu 80 Prozent der Betriebe bzw. Bauernhöfe die Tierhaltung aufgeben, während gleichzeitig bundesweit bis zu 50 Prozent mehr Fleisch produziert wird. Höfesterben, Konzentrationsprozesse und die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft lässt sich vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen in der Rinder- und Schweinezucht feststellen.

 

Delmenhorster Kreisblatt vom 12. 01. 2016

  

Schweinefleisch wird für Bauern zum Minusgeschäft

Die Welt vom 11. 01. 2016

 

HAZ vom 09. 01. 2016

 

Kritischer Agrarbericht 2016