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Stallboom durch Baufenster in der Gemeinde Großenkneten

 

Jahrelang wurde diese Möglichkeit von der Verwaltung und der Ratsmehrheit von CDU/FDP/SPD abgestritten. Jetzt ist es offiziell.

 

65 Flächen für weitere Tierhaltungsanlagen in der Gemeinde Großenkneten!

"Es können nicht mehr, es können nur weniger Ställe entstehen". Erster Gemeinderat Klaus Bigalke 2017

"Wenn Sie sich für Ställe aussprechen, dann lassen Sie diese Planung bleiben. Wenn Sie steuern wollen, dann mache Sie diesen Plan". Planer Joachim Mrotzek 2017

- Video - bitte das Bild anklicken -

Die Amazonas-Wälder brennen, weil auch die deutsche Massentierhaltung Soja als Futtermittel für die Tierhaltung benötigt.

 Die Nitratwerte in der Gemeinde Großenkneten übersteigen seit Jahren den natürlichen Wert von unter 10 mg/Liter um ein Vielfaches.

Die EU-Kommission macht Druck, damit die Nitratwerte in Deutschland heruntergehen. Nach Expertenmeinung kann das wirkungsvoll nur durch Senkung der Tierzahlen erreicht werden.

Landwirtschaftsministerin Klöckner hatte in einem Brief vom 08.07.2019 an die Bundesländer darauf hingewiesen, dass es bei der Umsetzung auf Länderebene hapert. Dabei geht es unter anderem darum, "rote Gebiete" auszuweisen, in denen die Belastung besonders hoch ist und strengere Regeln für das Ausbringen etwa von Gülle gelten sollen.

Zu den „roten Gebieten“ gehört auch der Landkreis Oldenburg mit der Gemeinde Großenkneten.

Das in der Gemeinde Großenkneten dennoch die Flächen für 65 neue Tierhaltungsanlagen geschaffen werden sollen, grenzt an Irrsinn.

 

 

Der Trinkwassergrenzwert des Wasserwerks Großenkneten wird seit Jahren überschritten. Was wurde von der Gemeindeverwaltung unternommen, um den Zustand des Wassers zu verbessern?

 

 Es ist kaum zu glauben! Umfangreiche nationale und internationale Studien weisen darauf hin, dass gesundheitliche Gefahren bei exakt 51 mg/Liter verstärkt auftreten können. Bis 50 mg/Liter sollen keine Gefahren vorhanden sein. Leider sind Bündnis MUT keine Studien bekannt, die genau diese Wahrscheinlichkeit wiedergeben.

Deshalb sollte die Frage gestellt werden, wo der Begriff „Nitrat-Grenzwert“ überhaupt herkommt. Sicher ist, dass er in Brüssel von der Agrarlobby vorgetragen und durchgesetzt und dann zum Teil international übernommen wurde. Allerdings nicht von allen Ländern. Zum Beispiel beträgt der Nitrat-Grenzwert in der Schweiz 25 mg/Liter.

Das Wasserwerk Großenkneten misst seit 1996 bis 2019 einen extrem erhöhten Nitratwert im oberflächennahen Grundwasser. Der natürliche Nitratwert von kleiner als 10 mg/Liter als auch der Nitrat-Grenzwert von 50 mg/Liter wird in jedem Jahr weit übertroffen. Die gesundheitlichen Folgen sind nicht von diesem Grenzwert abhängig. Zum Beispiel ist das Darmkrebs-Risiko schon weit unterhalb des Grenzwertes erhöht.

In der aktuell im International Journal of Cancer publizierten Studie (Int J Cancer 2018; online 23.Februar) hat das Team um Jörg Schullehner von der Universität Aarhus in einer bevölkerungsbasierten Studie untersucht, in welchem Zusammenhang die langjährige Nitrat- Exposition über Trinkwasser mit dem Darmkrebsrisiko steht. Dazu wurden die Daten des dänischen Gesundheitsregisters „Danish Civil Registration System“ herangezogen und ausgewertet. Auf Grundlage der Trinkwasseranalysen sowohl von öffentlichen Wasserwerken als auch von privaten Brunnen konnte so die durchschnittliche Nitratbelastung für insgesamt 2,7 Millionen Erwachsene zwischen 1978 und 2011 berechnet werden. Im Rahmen des Studienzeitraums wurde bei 11.952 Menschen ein kolorektales Karzinom, ein Kolonkarzinom oder ein Rektumkarzinom diagnostiziert.

Für die Gemeinde Großenkneten gibt es nur eine Lösung: Die Tierbestände müssen heruntergefahren werden und die Kosten für die Trinkwasseraufbereitung und Bodensanierung müssen nach dem EU-Recht von den Verursachern getragen werden.

Stallboom durch Baufenster in Großenkneten

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!" Walter Ulbricht 1961

"Es ist kein Bauboom zu erwarten." Bürgermeister Thorsten Schmidtke 2017

"Es können nicht mehr, es können nur weniger Ställe entstehen". Erster Gemeinderat Klaus Bigalke 2017

Das in "Baufenstern" gebaut wird, ist doch der eigentliche Sinn der Sache.

Das mit einem großem Zuwachs von Massentierhaltungsanlagen zu rechnen ist, ist den Ratsmitgliedern der CDU/FDP-Fraktionen klar. Sie wollten es so, weil sie die Interessen der Tierhalter vertreten. Den SPD-Ratsmitgliedern, einschließlich dem SPD-Bürgermeister Thorsten Schmidtke, sind sogar noch zusätzliche Informationen zugegangen, dass es in Friesoythe, nach dem Abschluss einer ähnlichen Maßnahme, zu einem starken Anstieg der Massentierhaltungsanlagen gekommen ist.

Wie aus der NWZ vom 19. 06. 2014 hervorgeht, waren einige Ratsmitglieder über die tatsächlichen Ziele der Steuerung von Tierhaltungsanlagen schon einmal erheblich ehrlicher. Die Steuerung auf Kosten der Bürger dient  der "Stallvermehrung" und damit noch mehr Tiere, mehr Tierleid, mehr Gülle, mehr Ammoniak, mehr Feinstäube, mehr Nitrate im Wasser etc.

 

(zur Vergrößerung bitte den Text anklicken)

Das es auch anders gegangen wäre, geht aus dem Gutachterlichen Statement vom Baurechtler Prof. Kment hervor: 

Zum Statement geht es hier

 

Planverfahren zur Steuerung von Tierhaltungsanlagen.

Nehmen Sie Einsicht in die fünf zur Rede stehenden Bebauungspläne.

Beschlussvorlage

         

Planzeichnungen

119/1   119/1
119/2   119/2
119/3   119/3
119/4   119/4
119/5   119/5

Die Verhinderung des Kreyenkamp-Schlachthofes war nur eine Stellvertreter-Verhinderung, um die vielen zusätzlichen Tierhaltungsanlagen und damit weitere Tierqual, noch mehr Feinstäube, noch mehr multiresistente Keime, noch mehr Gülle etc. zu vermeiden. Die Umgehung des Willens der Bevölkerung durch diesen raffinierten Plan ist undemokratisch. Deshalb fordern wir eine weitere Abstimmung durch die Bürger der Gemeinde Großenkneten.

Mehr Informationen hier

 

29. 07. 2014 - NDR "Hallo Niedersachsen" - Ein Riß durch Großenkneten    

NWZ vom 22. 07. 2014

   

21. 07. 2014 - KA - PM zum Gutachten

 

21. 07. 2014 - Gutachten Prof. Dr. Martin Kment

Die Erstellung dieses Gutachtens verursachte nicht unerhebliche Kosten. Wir bitten alle Unterstützer vom Bündnis MUT und weitere Nutzer dieses Gutachtens sich mit einem kleinen Kostenbeitrag zu beteiligen. Das Spendenkonto vom Bündnis MUT ist oben aufgeführt. Vielen Dank!

Die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfordert großen planerischen Aufwand und ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Dennoch haben bereits mehrere Gemeinden wie z.B. Wardenburg trotz knapper Kassenlage diese Kosten in Kauf genommen, um mit diesem Instrument dem andauernden Stallboom zu Lasten von Mensch und Umwelt nicht weiter tatenlos zusehen zu müssen.

Vor diesem Hintergrund findet der Vorschlag der ein-Stimmen-Mehrheitsgruppe von CDU und FDP auch zunächst die Zustimmung vom Bündnis MUT.

Allerdings birgt diese Vorgehensweise auch Gefahren, die im Detail liegen:

In ihrer Pressemitteilung machen CDU und FDP keinen Hehl aus ihrer Absicht, weiterhin Stallbauten in der Gemeinde zu ermöglichen. Angesichts steigender Nitratwerte in Grund- und Oberflächenwasser  und einer erheblicher Belastung der Umwelt durch Emissionen aus der Tierhaltung (Staub, Stickstoff, Keime…) stellt sich aber die dringende Frage, wieviel Belastung für die Gemeinde noch verträglich sein kann!

Bereits in der Debatte um die Ansiedlung eines Hähnchenschlachthofes in Ahlhorn sind CDU und FDP in Großenkneten als Fürsprecher der Agrarindustrie aufgetreten. Es steht zu befürchten, dass auch in diesem Fall die finanziellen  Interessen einzelner Investoren den Vorrang vor den Interessen von Mensch, Umwelt und Tier erhalten sollen.

Bündnis MUT wird das Verfahren daher sehr aufmerksam begleiten, um sicherzustellen, dass nicht durch die Hintertür neue Bauflächen für gewerbliche Ställe geschaffen werden!

 

Medien-Berichte

 

06. 05. 2019 - NWZ - KA/Unabhängige fordern Einstellung des Verfahrens

26. 01. 2018 - NWZ - KA sieht Mehrheit auf Holzweg

03. 01. 2018 - NWZ - Leserbrief - Massentierhaltung - Allerlei Nebelkerzen geworfen

22. 12. 2017 - NWZ - Bürgermeister - Kein Bauboom zu erwarten

04. 12. 2017 - NWZ - Uniprofessor hätte es anders gemacht

28. 11. 2017 - Professor Kment - Rechtswissenschaftliches Statement

25. 11. 2017 - NWZ - KA lässt bei Tierhaltung nicht locker

19. 09. 2017 - NWZ - Leserbrief - Haben wir noch nicht genug Ställe in Großenkneten

NWZ vom 14. 09. 2017

 

Wildeshauser Zeitung vom 09. 09. 2017

 

NWZ vom 09. 09. 2017

 

Wildeshauser Zeitung vom 07. 09. 2017

 

 

NWZ vom 07. 09. 2017

Wildeshauser Zeitung vom 05. 09. 2017

 

Sonntagszeitung vom 03. 06. 2017

   

WZ vom 13. 05. 2017

Leserbrief vom 16. 05. 2017

"Auch Bürger sprachlos"

 

WZ vom 13. 05. 2017

Leserbrief vom 17. 05. 2017

"Ethisch nicht vertretbar"

 

NWZ vom 04. 05. 2017

 

20. 11. 2015 - NWZ - KA-Ratsherr erwartet noch weitere Stallneubauten

   

Nordwest-Zeitung vom 01. 10. 2014

 

Nordwest-Zeitung vom 04. 05. 2015

 

02. 09. 2014 - NDR 1 - Talk-Beitrag - Angst vor Massen-Tierställen in Großenkneten

02. 09. 2014 - NDR 1 - Angst vor Massen-Tierställen in Großenkneten

01. 08. 2014 - Oldenburger Internetzeitung - Neue Stallbauten werden in den Außenbereich gedrängt

01. 08. 2014 - Kreiszeitung - Leserbrief

30. 07. 2014 - NWZ - Rund 70 Bürger kommen zur Premiere

30. 07. 2014 - Kreiszeitung - Skepsis bei neuen Stallbauten

27. 07. 2014 - Sonntagszeitung - Widerstreitende Interessen

25. 07. 2014 - NWZ - Stallbauten - Grundsätzlich für Steuerung

25. 07. 2014 - Kreiszeitung - Kommune korrigiert Berlin

24. 07. 2014 - Wildeshauser Anzeiger - Gemeinde informiert über Tiermast

23. 07. 2014 - Kreiszeitung - Debatte um neue Tierställe

22. 07. 2014 - NWZ - KA-Ratsherr schaltet Gutachter ein

20. 07. 2014 - Sonntagszeitung - Einwohner mitnehmen

17. 07. 2014 - NWZ - Steuerung von Ställen diskutieren

11. 07. 2014 - NWZ - KA möchte erst die Bürger gründlich informieren

25. 06. 2014 - NWZ - Bündnis MUT sieht Gefahren in den Details

19. 06. 2014 - NWZ - Zersiedlung von Betrieben verhindern

 

NDR vom 27. 03. 2014

Hähnchenmast - Ärger mit Genehmigungen